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Anpassung auf den allgemeinen Zusatzbeitrag beschlossen

Nach 11 Jahren erhöht die BKK den Zusatzbeitrag um 0,2 Prozentpunkte

Durch das Gesetz zur Weiterentwicklung der Finanzstruktur und der Qualität in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-FQWG) wurde der allgemeine Beitragssatz zur Krankenversicherung seit 2015 auf 14,6% festgeschrieben. Die hierdurch entstandene Finanzierungslücke ist von den Krankenkassen durch Entnahme aus dem Vermögen oder durch Zusatzbeiträge zu schließen. Nach den Schätzungen des Bundesministeriums für Gesundheit wurde für 2020 ein durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz von 1,1 % festgelegt.

Die Haushaltsplanung für das Jahr 2020 hat gezeigt, dass die voraussichtlichen Ausgaben nicht mit unserem bisherigen Zusatzbeitrag von 0,9 Prozent gedeckt werden können. Einen überdurchschnittlichen Anstieg der Leistungsausgaben stellen wir seit einiger Zeit insbesondere im Bereich der Krankenhausleistungen, Arzneimittel und Heilmittel fest. Diese Steigerungen sind nicht nur ein vorübergehendes Phänomen. Der medizinische Fortschritt und die immer höhere Lebenserwartung sorgen generell für steigende Gesundheitsausgaben. Hinzu kommt, dass durch neue Gesetze weitere Kostensteigerungen erwartet werden.

Einen Teil dieser Kostensteigerungen haben wir in der Vergangenheit aus unseren Rücklagen entnommen. Allerdings ist es für jede Krankenkasse wichtig, eine ausreichende Reserve zu haben. Vor diesem Hintergrund ist nun der Zeitpunkt erreicht, an dem ein weiterer Rücklagen- bzw. Vermögensabbau nicht mehr vertretbar ist. Daher haben wir uns zur ersten Beitragserhöhung seit 2009 entschlossen und den Zusatzbeitragssatz von 0,9 % auf den durchschnittlichen bundesweiten Zusatzbeitragssatz von 1,1 % erhöht.